004369919761949

©2019 Orianos Blog. Erstellt mit Wix.com

Reise in den Lichtraum

Hier ein Bericht über diesen Lichtraum von Robert A. Monroe, dem Pionier der außerkörperlichen Reisen. Seine Beschreibung dieses Raums deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen am besten. Es erstaunt mich sehr, wie er die gleichen Erfahrungen beschreibt, die ich gemacht habe:

Für mich war es ein Ort oder Zustand des reinen Friedens und des hohe Glücksgefühls. Es war, als schwebe man in warmen weichen Wolken, wo es kein Oben und kein Unten gibt, wo keine Materie für sich selbst existiert. Die Wärme umgibt einen nicht nur, sie gehört einem und durchdringt einen. Die Wahrnehmung ist von der "vollkommen Umgebung" geblendet und überwältigt.

Die Wolke, in der man schwebt, wird durchdrungen von Lichtstrahlen in Formen und Tönen, die sich ständig ändern, und jeder ist gut, wenn man darin badet und wenn er über einem dahinzieht. Es gibt rubinrote Lichtstrahlen, die unser Licht weit übertreffen, weil man Licht niemals vorher als etwas Bedeutungsvolles gefühlt hat. Alle Farben des Spektrums kommen und gehen ständig, niemals hart, und jede bringt eine andere Beruhigung oder friedliches Glück. Es ist, als ob man ein Teil der Wolken wäre, die einen ewig glühenden Sonnenuntergang umgeben, und mit jedem sich verändernen Muster lebendiger Farbe verwandelt man sich selbst auch. Man reagiert auf die Ewigkeit von blauen, gelben, grünen und roten Tönen und auf die vielfältigen Mischfarben, und man inhaliert sie. Alle sind einem innig vertraut. Hierher gehört man. Hier ist man zu Haus.

Wenn man sich langsam und mühelos durch die Wolken bewegt, hört man Musik rund um sich her. Doch man wird sich ihrer kaum bewusst. Die Musik ist immer da, und man schwingt in Harmonie mit ihr. Doch auch dies ist mehr als die Musik, die man aus der Welt kennt. Dort haben die Harmonien, die zarten und dynamischen Melodiepassagen, der vielstimmige Kontrapunkt, die reinen Obertöne nur eine tiefe zusammenhanglose Emotion hervorgerufen.Doch hier fehltalles Weltliche.Chöre menschlich klingender Stimmen hallen wider in wortlosem Gesang. Unendlich weit geschwungene Motive von Saiteninstrumenten jeder Art verweben sich in köstlichen Harmonien zu zyklischen und sich dennoch entwickelnden Themen, die in einem widerklingen. Die Musik kommt nicht aus einer bestimmten Quelle. Sie ist da, überall um einen her, in einem. Man ist selbst Teil davon, man ist selbst Musik.

Es ist die Reinheit einer Wahrheit, von der man vorher nur einen flüchtigen Schimmer erhascht hatte. Dies ist das große Festmahl, auf das einen die winzigen Bissen, die man hier bei uns gekostet hat, hoffen ließen. Das merwürdige Ziehen, das Verlangen, Heimweh und Schicksalgefühl, das man auf der Erde verspürte, wenn man auf den wolken-umschichteten Sonnenuntergang in Hawaii starrte, wenn man still unter den hohen, sich wiegenden Bäumen eines schweigenden Waldes stand, wenn ein Musikstück oder ein Lied Erinnerungen an die Vergangenheit heraufbeschwor oder ein Verlangen weckte, mit dem sich keine Erinnerung verband, oder wenn man sich nach dem Ort sehnte, wohin man gehört, ob es Großstadt, Dorf, Nation oder Familie ist - dies alles ist nun erfüllt. Man ist zu Haus. Man ist, wo man hingehört. Wo man immer schon hätte sein sollen.

Und das Wichtigste - man ist nicht allein. Bei einem selbst, neben einem, eng verbunden mit einem, sind andere. Sie haben keinen Namen, man wird sich ihrer auch nicht in Gestalten bewusst, aber man kennt sie, und man ist mit ihnen durch die große gemeinsame Erkenntnis verbunden. Sie sind genau wie man selbst, sie sind man selbst, und wie man selbst sind sie Zuhause. Man fühlt mit ihnen, als ob sanfte elektrische Wellen zwischen einem selbst und ihnen hin und her gingen, vollkommenen Liebe, von der alle Facetten, die man vorher erlebt hatte, nur Ausschnitte und winzige Teile sind. Nur hier bedarf das Gefühl keiner Schaustellung oder Demonstration. Man gibt und empfängt, als ob es ein automatisches Tun wäre, zu dem keine bewusste Mühe gehört. Es ist nichts, was man braucht oder was einen braucht. Das "Ausgreifen-Müssen" ist vorbei. Der Austausch fliesst natürlich. Man ist sich keiner geschlechtlichen Unterschiede bewusst. Man selbst ist als Teil des Ganzen männlich wie weiblich, positiv wie negativ, Elektron wie Proton. Mann-weibliche Liebe strömt einem zu und von einem aus, Eltern, Kind, Geschwister, Idol und Idyll und Ideal - alles spielt in weichen Wellen um einen her, in einem, durch einen. Man ist in vollendetem Gleichgewicht, weil man dort ist, wohin man gehört. Man ist zu Haus.

Dreimal bin ich dorthin gereist, und nicht einmal bin ich freiwillig zurückgekehrt. Ich bin traurig und zögernd zurückgekommen. Jemand hat mir bei der Rückkehr geholfen. Und jedes Mal habe ich tagelang unter intensivem Heimweh und unter Einsamkeit gelitten. Ich fühlte mich wie ein Fremder in einem Land, wo die Dinge nicht "richtig" sind, wo alles und alle so anders und so "falsch" sind, wenn man sie mit dem Ort vergleicht, wo man hingehört. Bittere Einsamkeit, Verlangen und Heimweh.

Quelle: Robert A. Monroe: Der Mann mit den Zwei Leben. S. 139ff.

7 Ansichten