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Auflösung im Licht

Aus Yoganandas Autobiographie auf S. 355:

Als ich diese Kapitel zu Ende geschrieben hatte, ließ ich mich im Lotussitz auf meinem Bett nieder. Zwei abgeschirmte Lampen verbreiteten ein mattes Licht im Zimmer. Als ich den Blick nach oben richtete, bemerkte ich, dass die Zimmerdecke mit kleinen, senffarbigen Lichtern übersät war, die leise vibrierten und radiumähnlich leuchteten. Myriaden von hauchfeinen Strahlen formten sich zu einem durchsichtigen Lichtregen und ergossen sich lautlos über mich.

Sogleich verlor mein Körper seine grobstoffliche Beschaffenheit und verwandelte sich in eine astrale Substanz. Ich fühlte, wie mein schwereloser Körper, der nicht mehr das Bett berührte, abwechselnd leicht nach links und nach rechts schwebte. Dann blickte ich im Zimmer umher. Möbel und Wände sahen unverändert aus, doch die Lichtmasse hatte sich derart vermehrt, dass die Decke nicht mehr sichtbar war. Namenloses Erstaunen ergriff mich...

Ich blickte auf meine Arme und bewegte sie nach vorn und nach hinten, ohne dass ich ihr Gewicht spürte. Eine ekstatische Freude kam über mich...

Als ich mich von der Täuschung, einen stofflichen Körper zu besitzen, völlig freigemacht hatte und im Zustand tiefster Verwirklichung alle Gegenstände als reines Licht wahrnahm, blickte ich zu dem vibrierenden Strom von "Biotronen" empor und bat flehentlich: "Göttliches Licht, löse bitte dieses bescheidene körperliche Bild in Dir auf und lass mich, wie einst Elias, in einem feurigen Wagen gen Himmel fahren."

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